POP AMOK – DIE GESCHICHTE DER POPBAND DIE HALLODUS

Wiederaufnahme der FTM-Produktion im Rahmen des 50+1 jährigen Jubiläum des Freien Theater München (FTM). Nach einem Stück von Markus Riexinger


In einer multimedialen Performance fragt „Pop Amok“ nach der Verantwortung von Kunst und Künstler*innen in Zeiten der „Morality Wars“ (New York Times Magazine). Die Popband „Die Hallodus“, nicht frei von berufsbedingten Zerfallserscheinungen bis hin zum kollektiven Selbstmord, spiegelt den Zwiespalt des modernen Künstler*innen(selbst)bilds zwischen Freigeist und Hofnarrentum.

Das Stück des TITANIC-Autors Markus Riexinger ist bereits sein zweiter Text, den er exklusiv für das FTM-Freies Theater München verfasst hat. Wie bereits in „JACKY“ (der FTM-Produktion von 2017) setzt sich Riexinger mit anarchischem Humor mit Menschenrechten, Neonazis, der Freiheit der Kunst und anderen Phänomenen auseinander, die er in einer wild durch die Zeiten (Gegenwart, Mittelalter, Zukunft) springenden Handlung am Beispiel einer Musikband behandelt. Ausgehend von diesem Stück entwickelt Kurt Bildstein im Spannungsfeld von Ethik und Ästhetik sein neues Projekt „Pop Amok“. Sein Schwerpunkt liegt auf der Frage: Was ist heute überhaupt noch erlaubt? In der Kunst, in der akademischen Lehre, im Alltag? „Es gibt Beispiele, wo Jura-Studenten Vorlesungen über Themen wie Vergewaltigung, Literatur-Studenten Vorlesungen über Klassiker wie z.B. Shakespeares ’Kaufmann von Venedig’ (geschrieben zwischen 1596 und 1598), wegen Antisemitismus oder ’Titus Andronicus’, wegen Gewalt und Grausamkeit, ablehnen. Gewarnt wird vor ‚Expliziter Sprache’, ‚Sexuellen Situationen’, ‚Erwachsenen-Humor und -Inhalten’ etc… Nicht nur die ‚Interact- Theatre-Company’ in Philadelphia hat einen ‚Safe Space’ für ‚Sensitive Guys’ page1image13992 eingerichtet, die traumatische Theatererfahrungen dort diskutiert und anderweitig behandelt sehen können“, sagt Kurt Bildstein. Und Bernd Graff fragte in der Süddeutschen Zeitung: „Es gibt jetzt eine Generation junger Erwachsener, die erwartet, vor jeglichem Unbehagen gewarnt oder geschützt zu werden. Was aber soll Kunst noch, wenn man von ihr nicht mehr überrascht werden darf?“ Kann der Künstler sich nur noch als Hofnarr frei äußern?

 


Datum: 23. + 24.9., 21 Uhr / 25.9., 22 Uhr
Ort: MUCCA-Halle // Schwere-Reiter-Str. 2c / München
Tickets: post@freies-theater-muenchen.de und Tel. 0170 1141 887



Mit: Jamal Braun, Kathrin Gerlsbeck, Julia Mann, Kathrin Knöpfle, Rosi Pfaff, Oleg Tynkov, Lola Vasco, Christian Smigielski / Live-Camera: Christoph Dähne / Live-Musik: Colin Gilder (Schlagzeug), Harald Rettich (Gitarre), Hans Wolf (Klavier, Komposition) / Umsetzung: Alina Belyagina (Choreographie, Kostüm) / Licht + Raum: Michael Bischoff / Video-Installation + Ton: Peer Quednau / Anfertigung Schlagzeug-Wagen: Jörg Besser / Assistenz, Co-Regie: Peter Pruchniewitz / Medienbetreuung: Pfau PR / Produktion, Regie, Raum + Kostüm: Kurt Bildstein – FTM-Freies Theater München / Text: Markus Riexinger // Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Datum

23. Sep 2021

Uhrzeit

21:00

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Veranstaltungsort

MUCCA
Schwere-Reiter-Str. 2c | München
Website
http://www.mucca.org/contact/

Veranstalter

Freies Theater München
E-Mail
post@freies-theater-muenchen.de
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