#TakeHeart Residenzen 2022

PATHOS München freut sich sehr auf 21 #TakeHeart Residenzen von:

Anna McCarthy, Elisabeth Leistikow, Louis Panizza, Luis Lüps, Julia Nitschke, Caro Kapp, Miriam Yosef & Thu Hoài Tran, Saskia Kaufmann, Raban Witt, Charlotte Müller, Manuela Rzytki, Santiago Blaum, Marie Jaksch, Doro Seror, Franziska Angerer, Helena Kontoudakis, Crescentia Dünßer, Johanna Kappauf, Jochanah Mahnke, Theresa Seraphin.

Die #TakeHeart Rechercheresidenz gibt Künstler*innen sowie Absolvent*innen die Möglichkeit für 2 Monate ergebnisoffen und ohne Präsentationsdruck an ihren Vorhaben wie Labs, Recherchen und Konzepten zu arbeiten. Das Pathos München stellt Raum und Infrastruktur zur Verfügung und bietet den Künstler*innen die Option ihre Recherche in Form von öffentlichen Try Outs oder Showings sichtbar zu machen.

Durch das Programm erhoffen wir uns, mit den Künstler*innen in Dialog und Austausch zu kommen und die Verbindung mit uns als Produktionsort für zukünftige Projekte zu stärken. Innerhalb des Netzwerks Freier Theater (NFT), zu dem auch PATHOS München gehört, gibt es zudem das Angebot einer bundesweiten Vernetzung aller Residierenden.


Crescentia Dünßer und Johanna Kappauf

Try out date:
1., 2. + 3 August 2022 PATHOS München und Stadtraum

BLINDFLECKEN (Wer ist hier behindert?)

Entwurf eines Formates für einen hybriden, inklusiv geführten Stadtspaziergang zur Geschichte der Stadt München im Umgang mit dem Thema Behinderung.
Mit performativen Elementen und persönlichen Geschichten von Behinderten/Beeinträchtigten heute, verbunden
mit Wissenswertem, Irritierenden und Berührenden aus der Stadtgeschichte der letzten beiden Jahrhunderte.

LINKS:
www.muenchner-kammerspiele.de/de/wir/6158-johanna-kappauf
www.crescentia-duensser.de


Institut für Affirmative Sabotage

Showing: 23. Juli 2022
PATHOS München

Symphonie Störung

Symphonie Störung ist ein künstlerisch-forschendes Projekt mit dem Anliegen, feministische Stimmen
bundesweit zu einem Chor zu vereinen. Anhand von Recherchenarbeiten werden Miriam Yosef und Thu Hoài
Tran die Geschichte des feministischen Widerstands in Deutschland und künstlerische Praktiken des Chors
erforschen. Sie gehen der Frage nach, wie Wut zu einer transformativen Kraft werden kann.

LINK:
https://affirmativesabotage.org/


stonekollektiv

Merkel: Pretty Guardian Sailor Moon Eternal

Eben noch haben wir die machtigste Frau Deutschlands im Vogelpark Marlow mit Sittichen posieren sehen,
schon ist sie im Ruhestand. Während Olaf und Armin versuchen, auf legalem Wege die Macht an sich zu reißen,
entwickelt das stonekollektiv mit Hilfe ihrer Kindheitsheldin Sailor Moon ein alternatives, machtkritisches Szenario,
das ihre lang ersehnte Veränderung in Deutschland umzusetzen wagt.

LINKS:
www.meinewunschdomain.com
https://carolinekapp.org/


Kaufmann/Witt

Binge

In ihrer Residenz beschäftigen sich Kaufmann/Witt mit dem Sich-Gehen-Lassen, dem Übertreiben, dem Exzess, kurz: mit dem Bingen. Neben Binge-Eating, -Drinking und -Spending interessieren sie dabei digitale Ausprägungen wie Binge-Watching und exzessive Nutzung von Sozialen Medien. Diesen Phänomenen gehen sie inhaltlich forschend und künstlerisch, d.h. mit Text und Musik experimentierend nach.


Elle Kollektiv

Heidi und andere Kettensägenmassaker

Ausgehend von der Selbst-Zuschreibung des ELLE Kollektivs als „Dorftheater“ nutzen wir die Residenz dazu, das

Thema Dorf und Land von einem städtischem Blickpunkt aus zu betrachten. Welche Klischees, Vorstellungen und

Bilder prägen die Gesellschaft? In einer tiefergehenden Recherche widmen wir uns insbesondere Motiven des

Horror- und Heimatfilms um Sie als künstlerische Folie zu verwenden.

LINK:
www.ellekollektiv.de


Anna McCarthy

HAARIGE HERMITESSE

Anna McCarthy beschäftigt sich mit „Haarige Heilige“, diese waren oft Außenseiter oder aus ihrer Familie ausgestoßen, mussten in die Wildnis flüchten und lebten deswegen haarig zurückgezogen in der Natur. Sie haben eine ganz individuelle Erscheinung und sind besonders interessant in Bezug auf Eskapismus, Frauen und Genderfragen in der jetzigen Zeit.

LINK:
http://annamccarthy.de/


Charlotte Müller

Performing (y)our game

In einem Raum voller Spielmöglichkeiten wird sich herausstellen, wer ein:e gute:r Spieler:in ist. Was macht ein
„gutes“ Spiel zwischen Erwachsen und Kindern/ Jug. aus? Wer hat die besseren Karten, das Ass im Ärmel, wer
die gewaschenere Hand oder die Glückssocken an und wessen Sterne stehen gut? Ist Spiel nur Glück oder auch
Können? Wer performt dabei am besten?

www.theatrepedagogoy.com


Marie Jaksch

bloody mary (AT)

Die Arbeit beschäftigt sich mit Ambivalenz von Selbsterhaltung und Selbstzerstörung im Spiegel zeitgenössischer
Subjektivitätsphilosophie. Gegenstände aus Zuckerglas (auch Crashglas genannt), sind im Raum verteilt, in
mitten die Künstlerin Marie Jaksch, die durch performative Raumbewegungen und Sounds im Kontext zu den
Gegenständen ihre Selbstüberschreitung erforscht.

LINK:
www.mariejaksch.com


Doro Seror

30. März – 3. April im PATHOS München

Tuwas Tipi – gewebte Erzählungen (Erinnerungskultur)

Doro Seror recherchiert mündlich überlieferte Geschichten aus lokalen Quellen und lädt Wissende ein, sie zu
erzählen. Das Sammeln der Geschichten findet durch das Zuhören statt. Dabei soll gemeinsam ein Tipi aus
gebrauchten Textilien gewebt werden. Im gemeinsamen Erzählen, Zuhören und Fertigen von Hand untersucht sie
analoge Möglichkeiten des Speicherns von Geschichten, Gefühlen und Erlebnissen.

www.dorotheaseror.de


Franziska Angerer

Stadt/Tier/Pflanze

Im Zuge einer Residenz am Pathos München möchte die Künstlerin Franziska Angerer der Frage nachgehen, wer alles unerkannt Handlungsmacht (agency) in unserem Stadtgefüge hat. Dabei interessiert sie speziell die Frage, welche Tiere und Pflanzen Münchener Stadtgeschichte im Verborgenen mitschreiben. Mittels Streifzüge durch die
Stadt möchte sie Stadt-Tier-Pflanzen-Verbindungen erkunden und befragen.

LINK:
https://www.franziskaangerer.de


Jochanah Mahnke

Try out date: 1., 2. + 3 August 2022
PATHOS München und Stadtraum

Stadt für ALLE? (AT)

Jochanah Mahnke macht in ihrer Residenz am Pathos München die Stadtarchitektur hinsichtlich ihrer
(Nicht)Barrierefreiheit in den letzten zwei Jahrhunderten zu ihrem ästhetischen Untersuchungsgegenstand.
Welche Orte lassen sich dazu finden und wie hat sich die Architektur der Stadt in die Biographien der Menschen
mit Beeinträchtigung eingeschrieben und verändert?

LINK:
www.cdreikauss-schauspieler.de/schauspielerinnen/jochanah-mahnke.php


Helena Kontoudakis + Edda

Try out: 29. Mai 2022
15:00-17:00Uhr
studio | schwere reiter

BEYOND NAKED BEAUTY

Das Rechercheprojekt BEYOND NAKED BEAUTY befasst sich mit den kulturellen Codes von Darstellung und Rezeption von (öffentlicher) Nacktheit. Durch die Auseinandersetzung mit den derzeit noch dominierenden und oft
diskriminierenden Darstellungen und Produktionsweisen, sollen Strategien zu deren Überwindung bzw. Alternativen gefunden werden, um neue, spannende Perspektiven zu ermöglichen.

LINK:
www.helenakontoudakis.com


Manuela Rzytki

Der Schläfer

Mit der surrealistischen Gegenüberstellung von Themen und Klangmaterialien der 1920er Jahre und der Gegenwart sucht die Komponistin und Musikproduzentin Manuela Rzytki spielerisch nach Reflektion von
Zeitgeschehen sowie Entwicklung neuer Klangspektren. Der psychoanalytische Aspekt des Traumes als Botschafter ist künstlerisches Mittel dieser Suche.



Santiago Blaum

Showing: 14.April 2022
PATHOS München

SAVE-FACE-DISKO

Ausgehend von den technischen Möglichkeiten der „Silent Disco“ will Santiago Blaum das Potenzial einer
Inszenierung untersuchen, in der verschiedene Teilnehmer unterschiedliche Musik- und Textelemente über ihre
Kopfhörer empfangen und so Vorstellungen von Gemeinschaft und Individualität, Identität und Subjektivität sowie
Strategien, die der Wahrung des Selbstbildes dienen, in Frage zu stellen.

LINK:
www.santiagoblaum.com


Theresa Seraphin

PARTHENOS (AT)

Die Künstlerin Theresa Seraphin erforscht mit PARTHENOS (AT) das biologische wie kulturgeschichtliche Phänomen der Jungferngeburt. Im Zentrum der wissenschaftlichen wie performativen, diskursiven und poetischen Recherche steht die religiöse Überhöhung des Körpers als Empfänger des Heiligen Geists ebenso wie die biologische Fähigkeit zur Parthenogenese.

LINK:
https://www.muenchnertheatertexterinnen.org/