GESUCHT: HILFE FÜR UKRAINISCHE INITIATIVEN UND KÜNSTLER*INNEN


Liebe deutsche Kulturinstitutionen, liebe Kolleginnen und Kollegen,

mein Name ist Véronique Langlott, ich bin Hamburger Choreographin. Ich schreibe euch heute mit der Bitte eure Netzwerke und eure Infrastrukturen zu nutzen, um Kolleg:innen in der Ukraine Hilfe anzubieten.

Was könntet ihr tun? 
Ich denke an:

  •  Sofortige kurzfristige Hilfe für geflüchtete Künstler:innen und Unterstützung ihrer Arbeit in Form von Emergeny Residencies
  •  Langfristigen Kooperationen zur Unterstützung der vielen kleinen Kulturinstitutionen und Initiativen, die seit dem Maidan 2014 aufgebaut wurden und nun bedroht sind. 
  • Unterstützung der dort angedockten Künstler:innen in Form von Gastspielen und Austauschprogrammen.

Hier ein best practice Beispiel einer Emergeny Residenz aus Vilnius:https://www.facebook.com/607937734/posts/10158076469012735/

Ich schreibe euch jetzt an, weil ich persönlich viele Kontakte in die ukrainische Szene habe. 2019 habe ich im Rahmen einer Künstlerresidenz 3 Monate in Kiew verbracht. Dort habe ich ukrainische Künstler*innen kennen gelernt und mit ihnen gemeinsam das Projekt FOLKSTRANCE entwickelt. Die Produktion wurde 2021 in Kollaboration mit weiteren deutschen Künstlerinnen im LICHTHOF Theater in Hamburg gezeigt. 

Meine ukrainischen Kolleg*innen mussten zum Teil bereits fliehen.Diese Bilder zeigen den wahren Horror des Krieges (Achtung die Bilder sind verstörend): https://www.facebook.com/art.skripa/posts/5144906192220805

In diesem Garten habe ich 2019 zusammen mit ihnen unser Projekt konzipiert. Nun stehen hier Panzer, Zivilisten wurden grundlos getötet, Wohnungen geplündert. 

Wir sind sprachlos!

Aktuell: Meine Kollegin Alis (bildende Künstlerin), die bei FOLKSTRANCE mitgearbeitet hat, ist auf dem Weg nach Berlin. Wer institutionelle Hilfestellung leisten kann, hier ihr Kontakt: alis.collagemaker@gmail.com

Ich kann dabei helfen Netzwerke aufzubauen, die es jetzt braucht, um zu erfahren in welcher Form Hilfe angeboten werden kann. Falls ihr diese Institutionen nicht kennt kann ich erste persönliche Kontakte herstellen zu:


Bitte leitet diese Email/Appell weiter:  an Kulturinstitutionen in euren Verteilern und Menschen, die in der Netzwerkarbeit aktiv sind. 

Ich habe darauf verzichtet die E-Mail-Adressen zu anonymisieren, um diese Kommunikation im ersten Schritt transparent zu gestalten. Ihr kennt euch eh alle. 

Und ich werde mich bemühen eine noch umfassendere Kontaktliste herzustellen, die dann weitergeleitet werden kann.

Rückmeldung und Fragen bitte an: v.langlott@gmail.com