Stücktexte zum Download

Wir dürfen gratulieren: Die für das PATHOS entstandenen Theatertexte unserer beiden Hausautor*innen Jan Geiger und Lena Gorelik werden gefördert und werden nun öffentlich zugänglich.

Im Rahmen der Förderung des Deutschen Literaturfonds „100 neue Stücke für ein großes Publikum“ präsentieren wir zwei Stücktexte zum freien Download. Die ausdrucksstarken Texte sind nun frei verfügbar für eigene, neue Adaptionen und Interpretationen.

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ALS DIE WELT RÜCKWÄRTS GEHEN LERNTE

Ein musikalisches Empowerment mit Performer*innen + Puppenspiel / Für alle ab 7 Jahren

ÜBER DAS STÜCK
Im Zentrum von „Als die Welt rückwärts gehen lernte“ stehen zwei Kinder die Abends mit dem gleichen Gefühl ins Bett gehen: Die Welt nicht zu verstehen. Joshi ist neun und trägt gerne Kleider, Mira mag keine Regeln. Am liebsten will sie sonntags in die Schule und dienstags auf gar keinen Fall. Warum ist die Welt so stinknormal und ultranervig noch dazu? Eines Morgens wachen beide in einer anderen Welt auf. Alles ist umgedreht, aufgedreht und einfach ganz anders.

Das Stück wird am 13. Januar 2022 uraufgeführt. Bis zum 16. Januar wird das Stück im PATHOS Theater spielen. Mehr Infos folgen demnächst im Spielplan.


ÜBER DIE AUTORIN
Lena Gorelik’s erster Roman „Meine weißen Nächte“ erschien im Herbst 2004. Die Süddeutsche Zeitung urteilte, „Meine weißen Nächte beweist, dass junge deutsche Literatur sowohl Leichtigkeit als auch Tiefe besitzen kann.“ Ihr zweiter Roman Hochzeit in Jerusalem (erschienen im Frühjahr 2007) war nominiert für den Deutschen Buchpreis 2007. Im März 2011 erschien ihr Buch „Lieber Mischa”, im März 2012 folgte das erste Sachbuch „Sie können aber gut Deutsch“. Die Autorin wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, dem Ernst-Hoferichter-Preis und dem Förderpreis Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg ausgezeichnet. Am 6. September 2014 erschien ihr neuer Roman „Die Listensammlerin“. 2015 erschien „Null bis unendlich“, 2017 „Mehr Schwarz als Lila“, ein Coming-of-Age-Roman, der für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Sie schreibt Essays und Reportagen u.a. für DIE ZEIT, die Süddeutsche Zeitung, Deutschlandradio.

Gemeinsam mit dem PATHOS schreibt ihr nun ihr erstes Theaterstück für junges Publikum. Eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Erwartungen und individueller Lebensführung.

Joshi versucht es noch einmal, er weiß, dass man keine Unterhose auf dem Kopf trägt. Was ist denn heute los mit der Welt. Man hört leises Kichern, endlich hat die Unterhose auch mal was zu lachen. Das Lachen ist schadenfroh, die Unterhose weiß, wer heute das Sagen hat

– Auszug aus dem Stücktext

Den gesamten Text finden Sie HIER.



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INNUENDO

Eine erzählte Biografie von Lea Ralfs und Jan Geiger

ÜBER DAS STÜCK
Lea hat ihren Großvater nie wirklich kennengelernt. Er starb als sie klein war an Aids – Freddie Mercury kurze Zeit später. Wer war dieser Mann, der aussah wie der Liedsänger von Queen und von dem Lea lange glaubte er und ihr Großvater seien ein und dieselbe Person? Die Regisseurin Lea Ralfs entwirft zusammen mit dem Autor Jan Geiger eine episodenhafte Lebensgeschichte – changierend zwischen dokumentarischen Aufzeichnungen, erzählten Anekdoten und der Sehnsucht einer Enkelin, die Leerstellen der Erinnerung füllen zu wollen. Freddie Mercurys letztes Album durchzieht die Suchbewegung des Stücks und verschränkt die Lebenswege dieser beiden ungewöhnlichen Männer, lässt sie verschmelzen und neue Identitäten entstehen: „You can be anything you want to be“. | Mehr Infos und Bilder von INNUENDO finden Sie hier.


ZUM TEXT
Das Stück wurde am 3. September 2020 im schwere reiter mit drei Schauspieler*innen und zwei Musiker*innen uraufgeführt. Durch die Veröffentlichung soll es dem Publikum noch in anderer Form gezeigt werden und eine breitere Rezeption ermöglichen. Leider können Gesang und Spiel der Schauspieler*innen und Musiker nicht über den Text transportiert werden. Als kleinen Ausgleich kann man stattdessen den gesamten Text lesen und nicht „nur“ die 70 Minuten Corona-Bühnenfassung.  

Tagebuch vom 30.04.1942
War das denn so menschlich? hatten das nicht schon Millionen vor mir das Durchgehalten? Und du willst kleiner sein, als die, die durch Polen marschiert sind, die Frankreich überrannten und die weit draußen im russischen Raum im eisigen Winter 1941 für uns standen und geduldet haben? Ich war gerne Soldat und wurde gerne Soldat. 

– Auszug aus dem Stücktext.

Den gesamten Text finden Sie HIER.