Bitter Sweet Home

In BITTER (SWEET) HOME unternehmen wir den Versuch einer etwas anderen Stückentwicklung: Ein WRITERS’ ROOM mit BPoC-Autorinnen widmet sich Ansätzen für zeitgenössische Theatertexte mit antirassistischer Haltung. Während der WRITERS’ ROOM einen geschützten kreativen Prozess ermöglicht, suchen wir nach Wegen, genau diesen Prozess transparent und offen zu gestalten. Dabei stehen, neben der Entwicklung neuer Stoffe, eine erhöhte Sichtbarkeit der Autorinnen genauso im Vordergrund wie der kontinuierliche DISKURS – miteinander und mit der Gesellschaft. Welche Fragen bewegen uns am meisten? Wo sind wir uns einig? Wo vielleicht auch nicht? In verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen öffnen wir unsere Räume, teilen unsere Erfahrungen und laden ein: zum DISKURS. Die gewonnen Erkenntnisse wirken direkt in die künstlerische Arbeit hinein und sorgen für einen lebendigen Prozess, der sich immer wieder selbst hinterfragt.

NÄCHSTE TERMINE:

12.05.2021, 18 – 19 Uhr: Aus dem WRITERS’ ROOM – mit Lysania und Sarah, Autorinnenlesung mit Q&A // Zoom

17.05.2021, 18 – 19 Uhr: Aus dem WRITERS’ ROOM – mit Rosina und Fatima, Autorinnenlesung mit Q&A // Zoom

Weitere Termine: tba

Website Bitter Sweet Home: https://www.bittersweethome.de/

Biografien der Beteiligten:

Julia-Huda Nahas (Künstlerische Leitung)

arbeitet als freischaffende Regisseurin, Autorin und Kulturpädagogin mit einem Schwerpunkt auf strukturellem Rassismus und den Auswirkungen einer europäischen Flüchtlingspolitik. Neben Arbeiten für städtische Bühnen realisiert sie freie Produktionen und Projekte in wechselnden Kooperationen. Gerne im Team, am liebsten als Grenzgängerin, immer aus Überzeugung.

Emel Aydoğdu (Lektorat & Dramaturgie)

ist freischaffende Regisseurin, Dramaturgin und Autorin. Sie studierte u.a. Szenische Forschung, war Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung und hatte Bildungsaufenthalte in Tel Aviv/Jerusalem und Paris. Nach ihrer Assistenz am Theater Oberhausen, an der Folkwang-Universität der Künste und am Thalia Theater Hamburg entstanden Arbeiten am Schauspielhaus Bochum, Jungen Schauspiel Düsseldorf, Theater Kohlenpott und Theater Oberhausen. Mit ihrem Kollektiv B.EEF wird sie 2021 vom Fonds Darstellende Künste gefördert.

Hsin-Hwuei Tseng (Ausstattung)

wurde 1987 in Taiwan geboren und studierte von 2008-2015 Kostümbild an der Universität der Künste Berlin. Im Anschluss des Studiums war sie als Kostümbildassistentin am Theater Oberhausen engagiert, wo sie für viele Produktionen das Kostümbild entwarf, u.a. arbeitete sie mit Babett Grube, Stef Lernous, Emel Aydoğdu zusammen. Seit der Spielzeit 2019/2020 ist sie freischaffende Kostümbilderin.

Bernice Lysania Ekoula Akouala (Autorin)

ist Autorin, Kuratorin, Moderatorin, Performance Künstlerin und Spoken Word Artist. Das gesprochene Wort ist ihre Leidenschaft. Themen wie Liebe und Emotionen, aber auch Identität und Rassismus verarbeitet sie mit ihrer Poesie und ihren Geschichten. Die in Brazzaville geborene und in Essen lebende Künstlerin drückt auf eine gefühlvolle Art und Weise ihr Empfinden und Dasein zwischen den Welten und Kulturen, aber auch ihre inneren Zwiste, fesselnd aus.

Rosina Kaleab (Autorin)

ist Schauspielerin und Drehbuchautorin und kämpft seit Jahren für diverse Rollen in Film und TV. Sie absolvierte nach dem Abschluss ihres Schauspielstudiums eine Reihe von Writers Workshops. Aus der Ambition „Wenn es auf dem Film-, Fernseh- und Theatermarkt zu wenig Rollen für PoCs gibt, dann schreibe ich sie eben selber!“ heraus entstehen Geschichten, die emotional und mit viel hintergründigem Humor Welten verbinden.

Fatima Remli (Autorin)

ist neben ihrer politischen Arbeit auch freie Autorin. Sie setzt sich für Gleichberechtigung, Feminismus und Menschenrechte ein. Wenn sie nicht gerade auf den Kölner Straßen eine Rede hält, ist sie im Podcast „Kahvehane” des renk-Magazins zu hören oder veröffentlicht Artikel, die den Fokus von Menschenrechten beinhalten.

Sarah Claire Wray (Autorin)

ist eine Schwarze Autorin und Regisseurin. Als intermediale Grenzgängerin arbeitet sie mit einem Schwerpunkt auf Intersektionaliät und Biografie. Ihre Videoarbeiten sowie Theaterstücke wurden u.a. im Haus der Kulturen der Welt, im Haus der Berliner Festspiele und im Seoul Institute of the Arts gezeigt. Sie veröffentlicht Lyrik und Kurzprosa im DAS WETTER Magazin, den Literarischen Blättern und bei mosaikzeitschrift.at.

Es handelt sich um ein Projekt in Kooperation mit dem zakk – Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation in Düsseldorf. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, der LAG Soziokultur und dem NRW Kultursekretariat.