Head and Shoulders

Video: Jakob Geßner

Video zur 3-Kanal-Videoinstallation von Marie Jaksch


Wiederverwertbare Kaffeebecher, recyclebare Verpackungen zum Mitnehmen, Servietten aus Altpapier – in urbanen Cafés und Bistros scheint die grüne Revolution längst gesiegt zu haben.

Wir fahren mit dem Fahrrad, kaufen mit Körben oder Jutetaschen bei verpackungsfreien Supermärkten ein und haben den Proviantboxen und gläsernen Trinkflaschen zu einer Renaissance verholfen. Abfall scheinen wir aus unserem Leben entsorgt zu haben – soweit es eine moderne und städtische Lebensführung zulässt.

Doch dass wir als bewusste und nachhaltig denkende Konsument*innen dank solcher Konzepte weniger Abfall sehen, bedeutet nicht, dass wir keinen mehr produzieren. Die 3-Kanal-Vidoeinstallation„Head and Shoulders“ fragt welche Auswirkungen es hätte, wenn auch „unsichtbare“ Verschmutzung für die Konsument*innen sichtbar wäre – handlich verpackt, bereit zum mitnehmen:

Drei überdimensionierte durchsichtige „Sojafische“ mit roter Verschlusskappe stehen in der Mitte des PATHOS und tragen Projektoren in sich. Aus den Verschlusskappen am „Maul“ der Fische wird eine Videoarbeit auf die gegenüberliegenden Wände projiziert: Geflochtenes Kunsthaar im Wasser, das sich verwirbelt, Farbspuren hinterlässt, am Übergang zwischen Gedanken und Materie, Mensch und Natur, eindringen und verschluckt werden.

Künstlerin: Marie Jaksch // Gefördert durch den Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg / Sponsoring: Deutsche Eiche München, DLRG Pöcking-Starnberg e.V.