SPIELPLAN DEUTSCHLAND
Und was tut sich eigentlich in München?
Unerschrockene Schauspieler, Dramaturgen und Regisseure zeigen in einer zügellosen Konferenz-Schaltung, was auf den Bühnen “da draußen” zur selben Zeit alles so abgeht. Sie machen die ganze Gemengelage zwischen Klassikern, Uraufführungen, Kassenschlagern, Liederabenden und Vorstellungsausfällen im ganzen Land in Echtzeit erlebbar: Bruchstücke, Überblendungen - Wahnsinn eben.
Spielplan Deutschland präsentiert das deutsche Stadt-, Staats- und Landestheater als opulentes Schlachtengemälde, gewissermaßen vom Seziertisch aus. Jeder der Schauspielerinnen und Schauspieler stand schon vor dem Spalier von min. 550 Abonnenten und gab das Beste und Häufigste, das in der dramatischen Literatur vorzufinden ist: Hamlet, Virginia Woolf, Faust.
PATHOS München zeigt Spielplan Deutschland in einer Koproduktion mit dem Theaterdiscounter Berlin, wo die Uraufführung im vergangenen Herbst stattgefunden hat. Seitdem war die Produktion schon in Frankfurt/Main, Hamburg, Leipzig, Schwerin und Tübingen zu sehen und wurde nun als eine der herausragenden Arbeiten des vergangenen Jahres zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen (27.4. - 6.5.2011).
Die Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder. Spielplan Deutschland wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
Mit Anette Daugardt, Angelika Fink, Ines Honsel, Judith Huber, Jaron Löwenberg, Christoph Theussl, Sven Tjaben. Musik: Markus Reschtnefki. Von Anne Verena Freybott, Georg Scharegg
Aufführungen am 23. und 24. März 2012, 20.30 Uhr, im Schwere Reiter, Dachauer Straße 114, 80636 München.
Presse:
“Es sind vor allem auch diese mal stimmig-fließenden, mal abrupten Überblendungen, die den Abend so spannend machen – und die Effekte, die diese Übergänge erzeugen: eine neue, eigenwillige und vor allem kritische Färbung der einzelnen Szenen und Intendanten-Grußworte.”
(Madeleine Wegner, Schwäbisches Tagblatt, 19.12.2011)
“Aber es ist doch auch mehr als nur das, es ist ein ausschnitthaftes Eintauchen in die Fülle dessen, was an Themen und Emotionen an deutschen Theatern verhandelt wird. Diese Fülle ist enorm. Und die Intensität und Wandlungsbereitschaft, mit der sie hier umgesetzt wurde, war schlicht beeindruckend.”
(Reutlinger General-Anzeiger, 19.12.2011)
“Wer sich ein bloßes, an Quantität orientiertes Aneinanderreihen ohne jeglichen Zusammenhang und Sinn vorstellt, der sei eines Besseren belehrt. Spielplan Deutschland ist Theater, Statistik, Theaterdiskurs und Theaterwissenschaft zugleich. Vortrag, Spiel, Lesung und episodische Musik fügen sich zu einem Konglomerat, das von seiner sprunghaften Variation lebt. (…) Auch heute, wo man denkt, bereits alles auf den deutschen Bühnen gesehen zu haben, kann man Neues schaffen und dabei intelligent, kreativ und komisch sein.”
(Sarah Schramm, LeipzigAlmanach, 12.12.2011)
“Das dabei entstehende, oft halbszenische Querfeldein-Best-of gereicht allein schon zu fabelhafter Unterhaltung, weil es die Stücke nur zeigt und nicht bewertet. SPIELPLAN DEUTSCHLAND geht aber darüber hinaus, indem es sich auch manches Intendanten-Interview oder vordergründig eigentümliche Grußwort aus den Spielzeitheften vornimmt. Da taucht man dann plötzlich tief ein in Fragen zur Selbstdefinition und Legitimierung ihrer selbst, mit denen sich die öffentlichen Häuser landauf, landab konfrontiert sehen. (…) Eben deshalb brauchen wir öffentliches Theater. Weil es immer noch viel zu sagen, zu spielen, zu sehen gibt.”
(Theresa Wiedemann, Leipziger Volkszeitung, 02.12.2011)
“Jetzt war die Produktion in einer geistreichen und witzigen Momentaufnahme im Frankfurter Theater Landungsbrücken zu sehen. (…) Von Genre zu Genre galoppierend, verknüpfen acht Schauspieler und ein Musiker das Repertoire deutscher Bühnen zu einer amüsanten Mélange aus Klassikern, Ur- und Erstaufführungen. (…) Doch “Spielplan Deutschland” will nicht nur die Dominanz bewährter Theaterrepertoires anprangern und mahnend den Finger in die Wunden freier und experimenteller Theater, der kulturellen Hungertürme legen. Es bietet Unterhaltung mit Können und Esprit.”
(Katja Möhrle, FAZ, 11.11.2011)
„Der Theaterdiscounter bietet mit „Spielplan Deutschland“ (28.-30.10.) einen lustigen Gesamtüberblick über das heraufdämmernde Bühnengeschehen. Wer so lange nicht warten will, sei auf die frisch eingerichtete Website verwiesen. Dort hat das Trio seine Recherchen umfänglich dokumentiert und Statistiken, Intendantenprosa oder Spielpläne online gestellt. Es lohnt sich!“
(Christine Wahl, Der Tagesspiegel, 2011)





