SOLOISTNICHTALLEIN

Arbeitskreis Solo Performance
mit Marianne Kjær Klausen und PATHOS München

Kick Off  07. Mai 2020 18 -21 Uhr

Teilnehmer*innen: Max 12 Personen
Daten: 7.5, 20.5, 4.6, 18.6, 2.7, 16.7. jeweils 18-21 Uhr
Meeting Dienst: Zoom
Kosten: Keine
Anmeldung: solo@pathosmuenchen.de – Schreibe gerne ein paar Sätze zu dir und deiner Arbeit bei der Anmeldung.

Viele Künstler*innen, die an Solos arbeiten, sind damit erstmal alleine – zurzeit wahrscheinlich noch mehr als sonst. Das kann extrem produktiv sein, oder dazu führen, dass man über die erste Idee nicht hinauskommt und in einer Sackgasse landet.

SOLOISTNICHTALLEIN ist ein Angebot für darstellende Künstler*innen, die eine Solo Performance planen oder in Erarbeitung haben, und sich einen praktischen Austausch über ihre Arbeit wünschen. Der Arbeitskreis soll der Entwicklung und dem Strukturieren von Material dienen, sowie dazu da sein, einander durch die Arbeiten und Feedback zu inspirieren.

Bei den Treffen wird es darum gehen, durch unterschiedliche Anregungen und Aufgabenstellungen mit dem eigenen Material zu arbeiten und hierdurch neue Zugänge zu entdecken. Wir werden zum Beispiel die innere Notwendigkeit der Performances klarstellen, werden neues Material erarbeiten, und einen starken Fokus darauf legen, unerwartete Dramaturgien zu erzeugen.  Dafür werden wir Strategien zum Identifizieren und Hervorbringen, Auswählen und Bearbeiten, Schleifen und Infragestellen von künstlerischem Material testen und neu erfinden sowie an der produktiven Feedbackkultur arbeiten. 

Der Arbeitskreis war als Liveformat angedacht,  aber aus gegebenem Anlass fangen wir

online an, und wechseln sobald es geht ins PATHOS Theater. Es ist unser Ziel, nach drei bis vier Monaten – vielleicht zum Spielzeitende – wir werden sehen in welcher Form, einen Abend der Solo Performances und/oder die aktuellen Arbeitsprozesse am PATHOS München zu präsentieren.

Die Onlinemeetings kann man sich so vorstellen, dass die Teilnehmer*innen sich zu kürzeren Präsentationen in einer Hauptkonferenz treffen, sich ansonsten in kleineren Gruppen (das geht auch digital) intensiver mit den jeweiligen Performances beschäftigen. Die Initiative für diesen Arbeitskreis geht von der Regisseurin und Dramaturgin  Marianne Kjær Klausen aus. Sie wird die Treffen leiten und strukturieren und ist auf die künstlerischen Recherchen und Projekte sehr gespannt.

Die Ausschreibung in deutsch und Englisch gibts HIER zum Download.

Marianne Kjær Klausen (*1984) kommt ursprünglich aus Dänemark und wohnt seit gut 11 Jahren in Deutschland, seit zwei Monaten in München. In Kopenhagen und Berlin studierte sie Philosophie und schloss zeitgleich eine Ausbildung in „Integrales und Physisches Theater“ ab.  Weiterbildungen machte sie u.a. am Central School of Speech and Drama London, beim Piesn Kozla Polen und Catabile2 Dänemark. Nach ihrem Masterabschluss 2014 arbeitete sie in den diversen Dramaturgie- und Regieteams, sowohl an etablierten Häusern (u.a. Münchner Kammerspiele, Komische Oper Berlin, Deutsches Theater Berlin), in der freien Szene (u.a. Neuköllner Oper, Musiktheaterkollektiv Hauen & Stechen, Ender-Kolosko Berlin), sowie theaterpädagogisch mit Menschen mit Burnout und Depression. Sie verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Musiker Frank Bogdanowitz für dessen Labels Clickno und Unoiki sie Texte schreibt.

Aktuell ist sie Dramaturgin für das Jugendtheater-Kollektiv „Little Black Fish“ Berlin, sowie Dozentin des (nun online) TalentCampus der VHS Berlin in welcher jugendliche eine performative Collage zu Martha Nussbaums „Königreich der Angst“ entwerfen. Zusätzlich übersetzt sie sozial-politische Bücher, aktuell „Einführung zu Judith Butler“ von Hannelore Bublitz.