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Das blaue, blaue Meer
von Nis-Momme Stockmann // Ein Projekt von Constanze Hörlin

"Wie gut er sich versteckt - der Grund.
Die Menschen sind nicht schuld. Der Bär im Zoo ist ja auch nicht schuld. Ob klug oder dumm. Ob fleißig oder faul. Ob introvertiert oder aggressiv - Der hat doch gar keine andere Wahl als komplett verrückt zu werden.“

 

Das blaue, blaue Meer erzählt von der Liebe des jungen Protagonisten Darko – der nicht selten säuft, bis sich sein „Hirn nach außen stülpt“ – zur Prostituierten Motte, die er eines Tages in seiner Plattenbausiedlung trifft. Ihre Liebe scheint einen Hoffnungsschimmer in sich zu tragen. Doch die Zuneigung der zwei gebrochenen Menschen zueinander ist nicht stark genug, die Vergangenheit zu überwinden. Auch werden beide beim Gedanken an eine gemeinsame Zukunft von Lähmungsgefühlen überfallen. Ihr Umfeld stößt sie ab. Was geschieht mit diesem jungen Keim der Liebe?
Darkos Gedanken, stets benebelt und im Rausch, werden immer vager und intuitiver. Sich überschlagende Ereignisse und die daraus wachsenden Erfahrungen verschwinden im gleichen rasenden Tempo, mit dem sie in sein Leben treten.
Das blaue, blaue Meer erzählt genauso von Gutmütigkeit wie von Weltfremdheit. Das Stück bewegt sich zwischen Komik und Verzweiflung, Melodik und Härte. Zwischen Realität und Traum?

„Was Constanze Hörlin mit ‘Das Blaue, Blaue Meer’ auf die Bühne bringt, ist eine großartige Umarbeitung eines stark monologischen Textes, der sich teilt und biegt, selbst kommentiert und so psychotische Perspektiven öffnet. Indem die Erzählstimme des Alkoholikers Darko, der Hauptfigur, auf mehrere Schauspieler aufgeteilt wird, kommentiert die ganze Bühne seine Handlungen und Gedanken.“ (mucbook, 06. März 2015)

BETEILIGTE

Regie: Constanze Hörlin // Bühne: Uli Pförtsch und Constanze Hörlin // Kostüme: Monika Staykova // Dramaturgie: Marie-Charlotte Schmidt // Licht: Evi Gerteis // Regieassistenz: Jacqueline Jansen //
Mit: Christiane Dollmann, Felix Phönix Lehmann, Jasper Vitus Schagerl, Martina Schölzhorn

Eine Koproduktion von PATHOS München und „Neue Münchner Schauspielschule“

VORSTELLUNGEN
Mi. 08.07.2015, 20:30 Uhr
Do. 09.07.2015, 20:30 Uhr
Fr. 10.07.2015, 20:30 Uhr
Sa. 11.07.2015, 20:30 Uhr

FOTO

©Markus Berger