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WIR – EIN SOLO
von Andreas Liebmann

Wir sind der CHOR. Wir singen: „Der Kollektivismus ist gescheitert. Der Individualismus ist gescheitert. Aber wir, wir sind da. Wir sind eine Einheit. Wir sind die Vielen. Wir sind die Meisten. Ich gehöre da aber nicht dazu!“ Zusammengehörigkeit im Zeitalter der Selfies und Netzcommunities. Wie lässt sich Gemeinschaftsbedürfnis und der Wunsch nach Selbstverwirklichung vereinbaren? Liebmann vertraut ganz unserer Vorstellungskraft. Gemeinschaft wird imaginiert, Vereinzelung auch. Anwesend sind: Andreas Liebmann, sein Cello, das Publikum, zwei Fahnen, ein Häuptlingsschmuck. Um der Frage nachzugehen, wie Gemeinschaft sich erzählt, kombiniert Andreas Liebmann Text und Bewegung, Musik, Schriftfilm und imaginierte Interaktion. Persönliche Erinnerung, wissenschaftliche Untersuchung, körperliche Verrenkung, musikalische Entlastung, filmische Askese, Kriegserklärungen, freundliche Worte kreisen die fragilen, ewig bedrohten Menschenverbindungen ein. Zu jeder Definition von Gemeinschaft gehören Fiktionen. Ohne Erzählung keine Gruppe, und kein Theaterabend ohne Erzählung.

BETEILIGTE

Konzept, Text, Performance: Andreas Liebmann // Künstlerische Mitarbeit: Martin Clausen, Beatrice Fleischlin // Kostüm: Mai Gogishvili // Licht,Bühne,Technik: Marie Zahir // Mitarbeit Dramaturgie: Julia Schreiner // Mitarbeit Musik: Augustin Maurs.

 

Eine Koproduktion von Andreas Liebmann mit Hebbel am Ufer Berlin, Fabriktheater Rote Fabrik Zürich, Südpol Luzern. Mit freundlicher Unterstützung der Fondation Nestlé pour l´Art im Rahmen des Partnerschaftsprogramms.

VORSTELLUNGEN
Fr. 01.05.2015, 20:30 Uhr
Sa. 02.05.2015, 20:30 Uhr

FOTO

©Benjamin Krieg