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Team
Angelika Fink
Künstlerische Leitung
+49 89 12 11 10 75
Katja Kettner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; Internationale Projekte und Netzwerkarbeit
presse@pathosmuenchen.de
Frank Campoi
Kuration Bildende Kunst
Sophie Wiedemann
Assistenz Geschäftsführung
Barbara Balsei
Diskursrausch & Artist Talk
Dieter Bork
Technischer Mitarbeiter
Alexander Oettl
Assistenz
Birgit Henning
Theaterbar
Spielstätten
PATHOS Theater
Plattform für zeitgenössische Kunst, Theater, Performance und Clubbing

Der Urort bekannt als PATHOS transport theater ist ein interdisziplinärer Ort mit theatralem Schwerpunkt. Inhalt der Arbeit ist die Auseinandersetzung mit Gegenwart und eine ihr entsprechende Umsetzung, die formalästhetische Wege sucht, unabhängig von Ordnungsbegriffen wie Event, Konzert, Party, Diskussion, darstellender oder bildender Kunst. Das PATHOS bietet einen Produktionsort für freies, offenes und eigenverantwortliches Arbeiten und versteht sich als Kooperationstheater mit eigenem Profil.

PATHOS THEATER
Dachauer Straße 110d
80636 München
+49 (0) 89 12 11 10 75

Produzieren am PATHOS
Die Räumlichkeiten des PATHOS stehen nationalen und internationalen Künstler*innen und Gruppen offen.

Download Grundriss / Floor Plan

Schwere Reiter
Tanz | Theater | Musik

SCHWERE REITER
Dachauer Straße 114
80636 München
+49 (0) 89 12 11 10 75
www.schwerereiter.de
 

Produzieren am PATHOS
Die Räumlichkeiten des Schwere Reiter stehen nationalen und internationalen Künstler*innen und Gruppen offen.

Der Schwere Reiter wird von PATHOS München seit Februar 2008 in einer Nutzungsgemeinschaft mit Tanztendenz München e. V. und Kunstbahnsteig betrieben. PATHOS München kuratiert Eigenproduktionen, Kooperationen und Gastspiele. Außerdem sind wir gerne und immer wieder Gastgeber für das Spielart Festival, das Rampenlichter Festival und das Rodeo Festival.

Ebene Spielfläche von ca. 200m². Tribüne mit bis zu 120 Plätzen bestuhlt.

PATHOS Ateliers

In der Dachauer Straße 112 befindet sich das PATHOS Produktionsbüro. In dem geräumigen Coworking-Space im ersten Stock arbeiten neben dem PATHOS Produktionsteam diverse andere kulturelle Initiativen wie rehab republic oder das Institut für Interkulturelle Bildung.
Im Erdgeschoss befindet sich das PATHOS Atelier als Werkstattbühne und Proberaum. Peter Heilrath Filmproduktion und Exotic Filmproduktion befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft sowie auch verschiedene bildende Künstler*innen, die ihre Arbeitsräume und Ateliers dort bezogen haben.

PATHOS ATELIERS
Dachauer Straße 112
80636 München
+49 (0) 89 12 11 10 75

Produzieren am PATHOS
Die Räumlichkeiten der PATHOS Ateliers stehen nationalen und internationalen Künstler*innen und Gruppen offen.

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Labor München - Wir machen Stadt

Labor München – Wir machen Stadt
Das kreative und soziale Kapital, das frei produzierende Künstler*innen und Gruppen in die Stadtgesellschaft einbringen, wird immer mehr und immer sichtbarer. Wir sind viele und wir sind da. Unsere Lebensentwürfe folgen keinem 9-to-5-Job, sie sind zwingend, zeitintensiv und produktiv. Sie folgen kreativen inneren Impulsen und setzen Prozesse in Gang, die sich nicht im Hochglanz- und Hochkulturgestus verlieren. Gerade deshalb werden sie immer unumgänglicher, sie zeigen sich widerstands-und anpassungsfähig, werden zum kreativen Überlebensinstrument und bewegen sich auf Augenhöhe mit der Zeit, in der wir leben. Neben PATHOS München arbeiten mittlerweile 13 kulturelle Initiativen im Labor und etablieren Strukturen, die Möglichkeitsräume bieten und dem Risiko künstlerischer Arbeit einen professionellen Rahmen geben. Wir freuen uns über jede weitere Besucher*in und Mitgestalter*in dieses Prozesses in den kommenden Monaten.

Labor München – Wir machen Stadt ist ein Modell für eine nutzergetragene Stadtentwicklung, die über die konventionellen Standards einer Immobilienentwicklung hinausgeht. Die technische und organisatorische Kompetenz der Initiativen vor Ort wird eingesetzt, um neue Methoden zu entwickeln, wie Arbeit und Leben in einer modernen Stadt in Zukunft funktionieren können. Die am 25. Februar 2013 gegründete Interessensgemeinschaft Labor München bestehend aus Vertreter*innen von Atelierhaus, Leonrodhaus, Halle 6, Schwere Reiter, Tanztendenz, Werk München, International Munich Art Lab, Institut für Glücksfindung, Institut für Interkulturelle Bildung, Peter Heilrath Filmproduktion, Stiftung Federkiel, Import Export und Pathos München wird so in eine gemeinsame Trägerschaft umgewandelt, sodass diese in der weiteren Entwicklung des Kreativquartiers als zuverlässige Schnittstelle mit der Stadt operiert. In der momentanen Zwischennutzungsphase werden die existierenden und künftigen Nutzer*innen auf dem Gelände in den kommenden beiden Jahren eine sich selbst tragende und nachhaltig wirtschaftende Organisationsform etablieren, die partnerschaftlich mit der Stadt München ein Quartier entwickelt, dessen organisatorische (Netzwerke) und räumliche (Raumangebote) Struktur, eine wirtschaftlich tragfähige, sozial nachhaltige und ressourcenschonende städtische Ökonomie ermöglicht. Labor München als kooperativ moderierende Schnittstelle zur Stadt wird sich um den öffentlichen Raum, das Angebot an Räumen aber auch um die passenden Investoren und die Integration mit den Nachbarquartieren kümmern. Und darüber hinaus die Bewirtschaftung, die Verwaltung und das Management der Angebote übernehmen. Experimentelle Berufe sollen mit Partner*innen aus anderen Wirtschaftszweigen zusammengebracht werden und ein Klima der Kooperation und des Wissensaustausches entstehen. Auch Gastronomie und andere publikumsorientierte Angebote mit entsprechenden Qualitäten werden Labor München die nötige Attraktivität und Strahlkraft verleihen.

Historie & Entwicklung

ENTWICKLUNG DES PATHOS TRANSPORT THEATER
PATHOS MÜNCHEN ehemals PATHOS transport theater war bereits in den frühen 80er Jahren ein  renommiertes Münchner Off Theater. Es bildet zusammen mit dem  Atelierhaus die kulturelle Saat des Kreativquartiers zwischen Dachauer-, Hess- und Schwere Reiter Straße. Bis zum Jahr 2002 und der Gründung des Vereins Theater & Company e. V.  als Trägerverein des PATHOS wurde das PATHOS transport theater von Sylvia Panther geleitet. Sie  etablierte neben dem Theater den  sehr erfolgreichen PATHOS Club als interdisziplinären Ort.

2002 starteten Angelika Fink, Jörg Witte  und Jürgen Sihler mit dem Format der Kurzproduktionen eine neue Theater- und Performanceschiene am PATHOS transport theater. Dieses Produktionsformat (im Durchschnitt fünf Tage Probezeit) erlangte in relativ kurzer Zeit große Resonanz, sowohl beim Publikum als auch bei Presse und  Kulturpolitik. Im Jahr 2004 wurde der Trägerverein Theater & Company e. V. als gemeinnütziger Verein Mieter des PATHOS transport theaters mit Jörg Witte als künstlerischem Leiter und erhielt erstmals Spielstättenförderung der Landeshauptstadt München. Die erste Produktion "Wie ich mich in einen Apfel zurückzog" des Regieduos Philine Velhagen und Barbara te Kock erlangte Kultstatus in München. Es folgten fünf fruchtbare Theaterjahre, in denen Jörg Witte und sein Team das PATHOS überregional bekannt machte. Mit dem TRANSPORT>festival im Jahr 2006 startete das PATHOS gezielt Gastproduktionen der Freien Szene national und international nach München einzuladen.

Das PATHOS transport theater ist wegen der historischen Säulenstruktur ein  ungewöhnlicher Theaterraum und  für interdisziplinäre und performative Formate sehr geeignet. Mit dem zunehmenden Spielbetrieb war bald klar, dass es sowohl an  einem großen Aufführungsort als auch an Probebühnen mangelte. 2006 wurde das Schwere Reiter in einem Zusammenschluss mit Tanztendenz München e. V. und Kunstbahnsteig in einer Dreispartennutzung Tanz, Musik, Theater und performative Kunst als neue Spielstätte eröffnet. Im Jahr 2007, nach dem Auszug der Akademie der Bildenden Künste  aus den Räumlichkeiten  der Dachauer Straße 112, wurden die PATHOS Produktionsbüros und eine Werkstattbühne sowie weitere Ateliers für Bildende Kunst und Filmproduktionen ebenfalls als Zwischennutzung vom Kulturreferat zur Verfügung gestellt.

2009/2010 übernimmt Angelika Fink die künstlerische Leitung und es erfolgt die Umbenennung des Hauses in PATHOS München. Mit der überregionalen und internationalen Öffnung als Produktionsort und Netzwerk  starteten verschiedene Koproduktionen mit internationalen Partnern. Zum Beispiel fand in der Spielzeit 2010 eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Theater Basel / Projekt SPIELER ( Regie: Christiane Pohle, Dramaturgie: Malte Ubenauf) statt. Mit dieser Produktion erhielt PATHOS München zum ersten Mal Förderung der Kulturstiftung des Bundes.
Im Jahr 2013 erhielt das PATHOS erneut Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes im Programm Doppelpass. Das ermöglicht eine auf zwei Jahre angelegte Zusammenarbeit mit der Gruppe O-Team aus Stuttgart.

2014 erhielt PATHOS München erstmals infrastrukturelle Förderung und damit den offiziellen Auftrag der Stadt München ein arbeitsfähiges Produktionsteam und Netzwerk für die Freie Szene in München aufzubauen und die professionellen Arbeitsbedingungen für freiproduzierende Künstler*innen und Gruppen zu verbessern und überregional und international zu vernetzen.

Darüber hinaus engagiert sich Angelika Fink auch in verschiedenen Konzeptentwicklungen des Kreativquartiers.

AKTUELLE ENTWICKLUNG
Wir etablieren in den kommenden zwei Jahren tragfähige Strukturen, die dem Risiko für künstlerische, transdisziplinäre Arbeit einen professionellen Rahmen geben. Das beinhaltet: ein nicht vordefiniertes, künstlerisches Arbeitsfeld sowie prozessorientiertes, längerfristiges Arbeiten für freiproduzierende Künstler*innen und Gruppen. Qualitätskriterien der künstlerischen Zusammenarbeit öffnen ein internationales Arbeitsfeld als transdisziplinärem Ort und Netzwerk von lokalen und internationalen Partner*innen.

Elf Münchner Gruppen präsentieren sich derzeit in Form von Projekten im PATHOS,  zusätzlich werden sie im Format der Artist Talks zu ihren Produktionsweisen und ihren inhaltlichen und ästhetischen Schwerpunkten befragt .

Die großen Festivals Rampenlichter, Rodeo und SPIELART bekommen Probe- und Aufführungsräume sowie die gesamte Infrastruktur bis hin zu Nutzung von Büroräumen und Bewerbung zur Verfügung gestellt.
Als Vernetzungstool veranstalten wir in regelmäßigen Abständen Diskursveranstaltungen in Form der Tafelrunden zu denen die Münchner Szene, wichtige kulturpolitische Persönlichkeiten und auch die Akteur*innen der im Kreativlabor ansässigen Institutionen und kulturellen Initiativen eingeladen werden. In moderierter Gesprächsform werden spezifische Themenfelder beleuchtet und die Kommunikationsbereitschaft als essentieller Bestandteil kultureller Arbeit in München erhöht.
Der Schwerpunkt Stadt-Theater-Zukunft zentriert 2014/2015 mit einer Reihe von Begleitveranstaltungen den Transformationsprozess im Kreativlabor .
Die Formulierung von Utopien verstehen wir als Teil des Arbeitsauftrags, so sie der Herausbildung nachvollziehbarer künstlerischer Qualität dienen.

RÜCKBLICK PRODUKTIONEN 2013
Im Zentrum stand 2013 das TRANSPORT>festival mit den polnischen Gastspielen aus Wroclaw und Bydgosz, der Wiederaufnahme der Eigenproduktion DAS GASTMAHL, einem großen Rahmenprogramm – und einer enormen Publikumsresonanz. Darüber hinaus die Eigenproduktionen DIE BUCHT DER DICKEN KINDER von Cora Frost und DOPPELHAMLET von boesediva im Schwere Reiter, sowie die PLATTFORM FÜR PERFORMATIVE ZUKUNFTSFORSCHUNG im PATHOS, in der Münchner Gruppen experimentelle Kurzarbeiten entwickeln und zeigen konnten. Bestehende Kooperationen mit Münchner Künstler*innen (z. B. Jörg Witte, Sylvia Sobottka) und Gruppen (ausbau. sechs), Institutionen (Otto-Falckenberg-Schule) und Festivals (Rampenlichter, SPIELART) wurden fortgesetzt und ausgebaut. Und Neue entwickelt: Durch die Doppelpass-Förderung der Bundeskulturstiftung entstand mit der Gruppe O-Team ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt, das 2013 mit der MAGICAL MYSTERY TOUR startete und 2014/2015 mit drei weiteren Projekten fortgesetzt wird.

RÜCKBLICK PRODUKTIONEN 2011/2012
Das waren bislang 70 Uraufführungen von Eigen- und Koproduktionen in zehn Spielzeiten, das waren 35 Gastspiele im Rahmen des Formates TRANSPORT>festival
International, überregional und kommunal – von Künstler*innen für Festivals unter-schiedlicher Ausrichtung; der Weiterbau eines fruchtbaren und belastbaren Netzwerkes, das Spielstätten und Künstler*innen verknüpft, Qualitätsentwicklung und -sicherung; Kooperation mit festen Häusern und mit Festivals, insbesondere auch mit Ausbildungsstätten. Unser eigenes TRANSPORT>festival und die Kompetenztransfers mit der Otto-Falckenberg-Schule geben dafür ebenso Beispiel wie der DO TANK beim SPIELART Festival 2011.

Eigen- und Koproduktionen – wie zuletzt mit „Çarpma – Der Aufprall“ (in Koproduktion mit dem SPIELART Festival), mit „Fritten, faul und fettgefressen“ (gefördert u.a. vom Fonds Darstellende Künste), mit „Spieler“ (Koproduktion mit dem Stadttheater Basel, gefördert u.a. aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes).
Das PATHOS Prinzip sieht vor, scheinbare Gesetzmäßigkeiten zu hinterfragen, sie nötigenfalls und konsequent auf den Kopf zu stellen. Wie es etwa bei der Produktion „Spieler“ in der Zusammenarbeit mit dem Theater Basel die Überwindung starrer Strukturen, hier der zumeist sehr strikten Trennung von freier Szene und Stadttheater, gelungen ist.

Um seine Vorstellung eines zeitgemäßen und wirksamen Theaters umsetzen zu können, hat das PATHOS binnen eines Jahrzehnts ein beachtliches Netzwerk aufgebaut, ist Allianzen eingegangen, verfolgt kreative Förderstrategien, hat Partner*innen und Unterstützer*innen gefunden.
Grenzüberschreitung ist unser Programm. Das meint gleichermaßen Menschen, Formate, Institutionen, Genres, Staaten. Das meint Provokation, Herausforderung, Auseinandersetzung, Lebensweise, Zukunftsgestaltung. Das meint auch das Ansehen in der überregionalen Wahrnehmung.

PATHOS 49 Revolution

Das Gespenst der totalen Durchökonomisierung geht um. Was bleibt von der Freiheit übrig, wenn man sie dem Markt überlässt?

Die ersten Neoliberalen Bernard Lavergne und Walter Lippmann stellten sich den Staat schlank, aber stark – um nicht zur Beute der Interessengruppen zu werden – vor, aber das Sozialsystem entwickelte sich hin zu Steuerbegünstigungen für Reiche, zu Sozialabbau und Privatisierungen, die das Anwachsen von Ungleichheit und die Auflösung des sozialen Zusammenhalts bewirken. Aus den Strategien, die der Wiederbelebung einer liberalen Weltordnung dienen sollten, entwickelte sich eine neue Form der Sklaverei. Die extreme soziale Ungleichheit auf der Welt ist Nährboden für Armut, Flucht und Krieg.

Hauptsache der Wohlstand bleibt?

Die Angst vor der Hegemonie der Ökonomie zieht schon lange um die Häuser und eine Win-Win-Kultur, die auch die Kunst längst befallen hat, greift um sich. Kunstmarkt, Kunst & Marketing, Kulturmanagement, Art-Investment Fonds, Art-Consulting, Art-Performance-Management. Dabei galt die Kunst einmal als eines der hervorragenden Mittel der Befreiung des Menschen. Sie spielte mit den schöpferischen Möglichkeiten des autonomen Subjekts, sie zeigte modellhaft, was Freiheit sein kann. Kunst war Ausdruck der Freiheit, selbst oder gerade dort, wo sie sich von dem Zwang befreite, etwas Bestimmtes ausdrücken zu müssen. Kunst war das Instrument, die Freiheit, die sich individuelle Künstler*innen nahmen, um sie auf den Adressaten zu übertragen.

Während die Kunst immer mehr zur Kapitalanlage mutiert, verwandeln sich die Künstler*innen in die Kiez-Avantgarde der Immobilienhaie, und Museen werden zu Wahrzeichen der Städtekonkurrenz, um kulturelle Standortvorteile zu sichern. Dem Kunstmarkt geht es so gut wie noch nie. Der Kunst-Kultur geht es so schlecht wie noch nie zuvor. Den meisten Künstler*innen auch. Die Kunst verliert ihren eigentlichen Adressaten, den nach Freiheit und Phantasie verlangenden Menschen. Sie verliert genau die Leute, die sie weder haben noch konsumieren, sondern verstehen und leben wollen.

Das alte PATHOS mitten im urbanen Dschungel Münchens zwischen Dachauer, Loth- und Schwere-Reiter-Straße, ist eine vom Aussterben bedrohte Spezies kultureller Urviecher in München und älteste Initiative im Kreativquartier. Nachdem das PATHOS seit nunmehr zwei Jahren mit der bürokratischen Höchststrafe einer Besucherzahlbeschränkung auf 49 belegt ist, drehen wir den Spieß um und suchen 49 Menschen, die sich an einem Experiment beteiligen. Gesucht werden Menschen mit möglichst unterschiedlichen Begabungen, Menschen, die etwas erfinden möchten, Menschen, die etwas beschäftigt. Menschen, die etwas wollen, es aber aus irgendwelchen Gründen bislang nicht umgesetzt haben. Gefragt ist, wer etwas kann und etwas will. Oder vielleicht noch nicht kann, aber einen Versuch starten oder endlich einmal in Ruhe denken und handeln will. Gefragt ist, wer einen Raum braucht und eine Idee hat, für die es an der Zeit ist, endlich umgesetzt zu werden. Mit PATHOS 49 Revolution rufen wir zur aktiven Haltung und Teilnahme an einem Kunstprojekt auf.

Schon eine einzelne reflektierende Person, die sich fragt, wie ihr die Welt eigentlich erscheint, realisiert in sich eine Vielfalt. Die 49 steht symbolisch für ein möglichst überregionales Kollektiv, das sich nicht blind einordnet, sondern mit einer klaren und deutlichen Haltung einen kraftvollen künstlerischen Akt ausformuliert, in dem Denken und Kunst, Logik und Ausdruck, intellektuelle Konstruktion und Dekonstruktion, Sinn, Hintersinn und Zufall einen absolut freien Raum bekommen, der sich im Prozess formal als Sozialplastik aufbauen und abbilden wird, dem

PALAST DER NEUEN WELT

„Ich brauche Menschen, kommt es da unvermutet mit kehligem, tiefem und gut eingepegeltem Bass aus den Lautsprecherboxen. Menschen! Nicht Zielgruppen, Kulturbegeisterte, Kunstavisierte, Clubbesucher*innen, nicht Kreativexpert*innen und Bauunternehmer*innen, keine Findungskommissionen und Stadtratsabgeordnete, keine Theaterbesucher*innen und Avantgardeklugscheißer, keine Kritiker*innen und Kreativwirtschaftsbeiräte, sondern ganz einfach Menschen!“

Wenn auch Du Dich an der Palast-Gründung beteiligen möchtest, melde Dich unter info@pathos49.de

PATHOS 49 Revolution

Informationen:
www.pathos49.de

Kontakt:
info@pathos49.de

Freund*innen

NETZWERK

Theater Rampe Stuttgart, Kaserne Basel, Sophiensaele Berlin, Theaterdiscounter Berlin, Kampnagel Hamburg, Gessnerallee Zürich, Winkelwiese Zürich, Madhouse Helsinki, FFT Düsseldorf, Garage X Wien, Brut Wien, Gangart Wien, Münchner Kammerspiele, IETM, SPIELART München

News
LOFFT sucht Partner für 4 Produktionen

04.11.2017 // Ausschreibung Lofft Leipzig Koproduktionen 2. Halbjahr 2018

Spielzeit für Eurydike verlängert

04.11.2017 // Eurydike von Evelyn Hribersek wird weiter gespielt

Pressekonferenz zur Lage des Kreativquartiers

03.11.2017 // Angelika Fink zur Lage des Pathos

Gegen den Kulturabbau

03.11.2017 // Statement des Netzwerks frei Szene München zur Lage des Pathos

Absurdes Theater

03.11.2017 // Süddeutsche Zeitung zur Lage des Pathos

Wandel mit Schmerzen

25.10.2017 // Süddeutsche über Pathos' Kündigung

Netzwerk Freie Szene bezieht Stellung zur Causa TamS

06.07.2017 // Netzwerk Freie Szene München

Professionell jammern in der Kultur- und Kreativwirtschaft

06.07.2017 // Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft

Auftaktworkshop zu "Schnell & Schmutzig"

25.04.2017 // mädcheninternat

TBM-Workshop TRANSITION

24.04.2017 // Tanzbüro München

Workshop: Einführung in die Lichttechnik

19.04.2017 // In eigener Sache

FULL SPIN Akademie 2017

13.04.2017 // Folkwang Universität der Künste

WortSchau2 - 2. Juriertes Theaterfestival 21.-28.10.2017

04.04.2017 // Pepper Theater, München-Neuperlach

Lecture: How To Organize A Festival

31.03.2017 // Iwanson-Sixt-Stiftung

Stellenausschreibungen

15.03.2017 // Theater werkmünchen

Netzwerk Freie Szene München e. V.

14.03.2017 // In befreundeter Sache

Bloom Up 2018

20.02.2017 // Rodeo Festival

"EUROPA" Licht-Installation in Kreuzberg

13.12.2016 // In befreundeter Sache

Stadt schafft Baurecht für 385 Wohnungen

08.12.2016 // Kreativquartier München