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Team
Judith Huber und Lea Ralfs
Künstlerische Leitung ab 2019
judith.huber@pathosmuenchen.de
Sophie Wiedemann
Geschäftsführung
Lea Ralfs
Leitung Produktionsbüro
Christa Hohmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
N.N.
Haustechnik Schwere Reiter
Angelika Fink
Project Coordinator "The Chorus Project"
Katja Kettner
Netzwerke
Ricarda Schwarzbart
Assistenz
assistenz@pathosmuenchen.de
Spielstätten
PATHOS Theater
Plattform für zeitgenössische Kunst, Theater, Performance und Clubbing

Der Urort bekannt als PATHOS transport theater ist ein interdisziplinärer Ort mit theatralem Schwerpunkt. Inhalt der Arbeit ist die Auseinandersetzung mit Gegenwart und eine ihr entsprechende Umsetzung, die formalästhetische Wege sucht, unabhängig von Ordnungsbegriffen wie Event, Konzert, Party, Diskussion, darstellender oder bildender Kunst. Das PATHOS bietet einen Produktionsort für freies, offenes und eigenverantwortliches Arbeiten und versteht sich als Kooperationstheater mit eigenem Profil.

PATHOS THEATER
Dachauer Straße 110d
80636 München
+49 (0) 89 21 75 12 93

Produzieren am PATHOS
Die Räumlichkeiten des PATHOS stehen nationalen und internationalen Künstler*innen und Gruppen offen.

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Schwere Reiter
Tanz | Theater | Musik

SCHWERE REITER
Dachauer Straße 114
80636 München
+49 (0) 89 21 75 12 93
www.schwerereiter.de
 

Produzieren am PATHOS
Die Räumlichkeiten des Schwere Reiter stehen nationalen und internationalen Künstler*innen und Gruppen offen.

Der Schwere Reiter wird von PATHOS München seit Februar 2008 in einer Nutzungsgemeinschaft mit Tanztendenz München e. V. und Kunstbahnsteig betrieben.  Seit 2019 wird das Musik-Programm von Scope - Spielraum für neue Musik verantwortet. PATHOS München kuratiert Eigenproduktionen, Kooperationen und Gastspiele. Außerdem sind wir gerne und immer wieder Gastgeber für das Spielart Festival, das Rampenlichter Festival und das Rodeo Festival.

Ebene Spielfläche von ca. 200m². Tribüne mit bis zu 120 Plätzen bestuhlt.

News
Historie

ENTWICKLUNG DES PATHOS München

Seit Januar 2019 sind Judith Huber und Lea Ralfs als Team die künstlerische Leitung des PATHOS München.

Zuvor war Angelika Fink seit 2009/2010 die künstlerische Leitung und gestaltete die überregionale und internationale Öffnung des PATHOS als Produktionsort und Netzwerk. 

2014 erhielt das PATHOS München erstmals infrastrukturelle Förderung und damit den offiziellen Auftrag der Stadt München, ein arbeitsfähiges Produktionsteam und Netzwerk für die Freie Szene in München aufzubauen und die professionellen Arbeitsbedingungen für freiproduzierende Künstler*innen und Gruppen zu verbessern und überregional und international zu vernetzen.

Im Jahr 2007, nach dem Auszug der Akademie der Bildenden Künste  aus den Räumlichkeiten  der Dachauer Straße 112, wurden die PATHOS Produktionsbüros und eine Werkstattbühne sowie weitere Ateliers für Bildende Kunst und Filmproduktionen ebenfalls als Zwischennutzung vom Kulturreferat zur Verfügung gestellt. Diese Zwischennutzung endete im Dezember 2017.

2006 wurde das Schwere Reiter in einem Zusammenschluss mit Tanztendenz München e. V. und Kunstbahnsteig in einer Dreispartennutzung Tanz, Musik, Theater und performative Kunst als neue Spielstätte eröffnet.

Im Jahr 2004 wurde der Trägerverein Theater & Company e. V.  - aufgegangen in den heutigen PATHOS München e. V. - als gemeinnütziger Verein Mieter des PATHOS transport theaters mit Jörg Witte als künstlerischem Leiter und erhielt erstmals Spielstättenförderung der Landeshauptstadt München.

2002 starteten Angelika Fink, Jörg Witte  und Jürgen Sihler mit dem Format der Kurzproduktionen eine neue Theater- und Performanceschiene am PATHOS transport theater - so der damalige Name.

Die Geschichte des PATHOS München beginnt 1982. Ein Überblick über die Entwicklung des Theaters von 1982-2002 ist in Planung.

 

 

Freund*innen

NETZWERK

Theater Rampe Stuttgart, Kaserne Basel, Sophiensaele Berlin, Theaterdiscounter Berlin, Kampnagel Hamburg, Gessnerallee Zürich, Winkelwiese Zürich, Madhouse Helsinki, FFT Düsseldorf, Garage X Wien, Brut Wien, Gangart Wien, Münchner Kammerspiele, IETM, SPIELART München, flausen+, Netzwerk Freie Szene München

PATHOS 49 Revolution

Das Gespenst der totalen Durchökonomisierung geht um. Was bleibt von der Freiheit übrig, wenn man sie dem Markt überlässt?

Die ersten Neoliberalen Bernard Lavergne und Walter Lippmann stellten sich den Staat schlank, aber stark – um nicht zur Beute der Interessengruppen zu werden – vor, aber das Sozialsystem entwickelte sich hin zu Steuerbegünstigungen für Reiche, zu Sozialabbau und Privatisierungen, die das Anwachsen von Ungleichheit und die Auflösung des sozialen Zusammenhalts bewirken. Aus den Strategien, die der Wiederbelebung einer liberalen Weltordnung dienen sollten, entwickelte sich eine neue Form der Sklaverei. Die extreme soziale Ungleichheit auf der Welt ist Nährboden für Armut, Flucht und Krieg.

Hauptsache der Wohlstand bleibt?

Die Angst vor der Hegemonie der Ökonomie zieht schon lange um die Häuser und eine Win-Win-Kultur, die auch die Kunst längst befallen hat, greift um sich. Kunstmarkt, Kunst & Marketing, Kulturmanagement, Art-Investment Fonds, Art-Consulting, Art-Performance-Management. Dabei galt die Kunst einmal als eines der hervorragenden Mittel der Befreiung des Menschen. Sie spielte mit den schöpferischen Möglichkeiten des autonomen Subjekts, sie zeigte modellhaft, was Freiheit sein kann. Kunst war Ausdruck der Freiheit, selbst oder gerade dort, wo sie sich von dem Zwang befreite, etwas Bestimmtes ausdrücken zu müssen. Kunst war das Instrument, die Freiheit, die sich individuelle Künstler*innen nahmen, um sie auf den Adressaten zu übertragen.

Während die Kunst immer mehr zur Kapitalanlage mutiert, verwandeln sich die Künstler*innen in die Kiez-Avantgarde der Immobilienhaie, und Museen werden zu Wahrzeichen der Städtekonkurrenz, um kulturelle Standortvorteile zu sichern. Dem Kunstmarkt geht es so gut wie noch nie. Der Kunst-Kultur geht es so schlecht wie noch nie zuvor. Den meisten Künstler*innen auch. Die Kunst verliert ihren eigentlichen Adressaten, den nach Freiheit und Phantasie verlangenden Menschen. Sie verliert genau die Leute, die sie weder haben noch konsumieren, sondern verstehen und leben wollen.

Das alte PATHOS mitten im urbanen Dschungel Münchens zwischen Dachauer, Loth- und Schwere-Reiter-Straße, ist eine vom Aussterben bedrohte Spezies kultureller Urviecher in München und älteste Initiative im Kreativquartier. Nachdem das PATHOS seit nunmehr zwei Jahren mit der bürokratischen Höchststrafe einer Besucherzahlbeschränkung auf 49 belegt ist, drehen wir den Spieß um und suchen 49 Menschen, die sich an einem Experiment beteiligen. Gesucht werden Menschen mit möglichst unterschiedlichen Begabungen, Menschen, die etwas erfinden möchten, Menschen, die etwas beschäftigt. Menschen, die etwas wollen, es aber aus irgendwelchen Gründen bislang nicht umgesetzt haben. Gefragt ist, wer etwas kann und etwas will. Oder vielleicht noch nicht kann, aber einen Versuch starten oder endlich einmal in Ruhe denken und handeln will. Gefragt ist, wer einen Raum braucht und eine Idee hat, für die es an der Zeit ist, endlich umgesetzt zu werden. Mit PATHOS 49 Revolution rufen wir zur aktiven Haltung und Teilnahme an einem Kunstprojekt auf.

Schon eine einzelne reflektierende Person, die sich fragt, wie ihr die Welt eigentlich erscheint, realisiert in sich eine Vielfalt. Die 49 steht symbolisch für ein möglichst überregionales Kollektiv, das sich nicht blind einordnet, sondern mit einer klaren und deutlichen Haltung einen kraftvollen künstlerischen Akt ausformuliert, in dem Denken und Kunst, Logik und Ausdruck, intellektuelle Konstruktion und Dekonstruktion, Sinn, Hintersinn und Zufall einen absolut freien Raum bekommen, der sich im Prozess formal als Sozialplastik aufbauen und abbilden wird, dem

PALAST DER NEUEN WELT

„Ich brauche Menschen, kommt es da unvermutet mit kehligem, tiefem und gut eingepegeltem Bass aus den Lautsprecherboxen. Menschen! Nicht Zielgruppen, Kulturbegeisterte, Kunstavisierte, Clubbesucher*innen, nicht Kreativexpert*innen und Bauunternehmer*innen, keine Findungskommissionen und Stadtratsabgeordnete, keine Theaterbesucher*innen und Avantgardeklugscheißer, keine Kritiker*innen und Kreativwirtschaftsbeiräte, sondern ganz einfach Menschen!“

Wenn auch Du Dich an der Palast-Gründung beteiligen möchtest, melde Dich unter info@pathos49.de

Mehr Informationen:
www.pathos49.de

Kontakt:
info@pathos49.de